Molekularsieb 4A in Atemluftkompressoren.
Restfeuchte nach DIN EN 12021 Standard
Taupunkte bis -70°C
Hoch-qualitative Atemluft
Keine Korrosion in Flaschen und Tanks
Atemluftkompressoren werden überall eingesetzt, wo Menschen mit tragbarer Atemluft versorgt werden müssen. Filterpatronen gefüllt mit Trockenmitteln und Aktivkohle sichern dabei die Qualitätsstandards der Atemluft.

Was ist ein Atemluftkompressor und wie funktioniert er?
Ein Atemluftkompressor ist eine Anlage, die Luft ansaugt, sie reinigt und anschließend komprimiert.
Abgefüllt in Flaschen entsteht so Atemluft, die in Atemschutzgeräten zum Einsatz kommt.
Während ein regulärer Kompressor einen Druck von 7-14 Bar aufbaut, erreicht ein Atemluftkompressor ganze 200-300 Bar.
So werden große Menge Luft auf möglichst wenig (Transport-)Platz verdichtet.
Die Luftflaschen auf dem Rücken von Feuerwehrmännern und -Frauen?
Genau diese wurden mit einem Atemluftkompressor befüllt.
Welche Anforderungen muss das Trocknungsmittel erfüllen?
Damit die atembare Luft auch wirklich atembar ist, gibt es geregelte Bestimmungen, die durch die DIN EN 12021 geregelt sind:
Parameter | Unit | Limit |
|---|---|---|
Sauerstoff (O₂) | % | 21 ±1 |
Kohlenmonoxid (CO) | ppm | 5 |
Kohlendioxid (CO₂) | ppm | 500 |
Öl | mg/m³ | 0,5 |
Wasser (H₂O) | mg/m³ | 25 |
Um diese Grenzwerte zu erreichen, werden Filterpatronen verbaut, die die Druckluft aufbereiten. In der Regel wird jeweils eine Schicht Aktivkohle & Trockenperlen und teilweise Katalysatoren eingesetzt.
Die Aktivkohle filtert Öl, Gerüche und Kohlenmonoxid.
Der Katalysator oxidiert zusätzlich Kohlenmonoxid.
Die Trockenperlen adsorbieren Wasser und bedingt CO₂.
Deshalb ist trockene Atemluft essenziell.
Bei Nichteinhaltung der Feuchtigkeits-Grenzwerte drohen dem Endnutzer schwere Folgen:
Vereisung
Zu feuchte Luft kann beim Abkühlen während des Ausströmens am Druckminderer vereisen. Die Luftzufuhr kann dabei vollständig blockieren.
Bakterien & Schimmel
Bei längeren Standzeiten kann zu hohe Feuchtigkeit zu ungewollter Bakterien- und Schimmelbildung führen. Beim Einatmen gelangen diese direkt in die Atemwege.
Korrosion
Feuchtigkeit begünstigt über längere Zeit hinweg Korrosion am Material und riskiert so erhebliche Materialschwächungen.
Molekularsieb 4A und 13X – für höchste Qualitätsstandards.
Dabei erreichen die Molekularsiebe einen Trocknungsgrad, der Taupunkte von bis zu -70°C ermöglicht – ideal für Atemluftkompressoren. Im Gegensatz zu anderen Trocknungsmitteln können Molekularsieb dem enorm hohen Druck von 200-300 Bar standhalten und gleichzeitig eine verschwindend geringe Restfeuchte erzielen.

Molekularsieb 4A
Perfekter Allrounder für starke Trocknung
Feste Porengröße von 4Å
Spezifische Oberfläche von 500-1000m²/g
Molekularsieb 13X
Höhere Durchflussgeschwindigkeiten
Längere Standzeiten
Feste Porengröße von 10Å
Spezifische Oberfläche von 500-1000m²/g
CO₂-Co-Adsorption*
*Bei sehr trockener Eingangsluft kann es unter spezifischen Prozessbedingungen zu Co-Adsorption von CO₂ und damit zu einer nach DIN EN 12021 veränderten Luftzusammensetzung kommen.
Produkt bereits bekannt?
Unterstützung bei Auswahl oder Mengenbedarf?
FAQ - Ihre Fragen, beantwortet.
Ja, das Molekularsieb lässt sich regenerieren, indem das gebundene Wasser ausgetrieben wird. In der Praxis werden die in Atemluftkompressoren verwendeten Filterpatronen jedoch nach einer gewissen Zeit einfach ausgetauscht, da eine Regeneration während des Betriebs nicht praktikabel ist.
Die Lebensdauer wird durch verschiedene Umgebungsfaktoren beeinflusst, wie etwa Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Strömungsgeschwindigkeit usw.
Molekularsieb 13X bietet verschiedene Vorteile, wie etwa eine höhere Adsorptionskapazität und eine starke polare Anziehungskraft gegenüber Wasser. Gleichzeitig kann es abhängig von den jeweiligen Prozessbedingungen jedoch auch größere Mengen an CO₂ adsorbieren.
Die DIN EN 12021 legt für Atemluft eine maximale CO₂-Konzentration von 500 ppm fest. Da Umgebungsluft üblicherweise etwa 420 ppm CO₂ enthält, ist diese Anforderung bereits erfüllt. Eine weitergehende Entfernung von CO₂ aus der Luft könnte zu einer unkontrollierten Veränderung der Luftzusammensetzung führen.
Unter „normalen“ Umgebungsbedingungen adsorbieren Molekularsiebe bevorzugt H₂O, während CO₂ entweder verdrängt oder gar nicht erst adsorbiert wird. Ist die Ansaugluft für einen Atemluftkompressor jedoch bereits sehr trocken, sind weniger H₂O-Moleküle vorhanden, wodurch Platz für CO₂ frei wird.
In diesem speziellen Szenario könnte sich falls eine übermäßige Menge an CO₂ adsorbiert wird das Gleichgewicht des Luftgemischs in einer Weise verschieben, die vom Standard abweicht – das ist jedoch eher unwahrscheinlich.