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Molekularsiebe für die Ethanoltrocknung.

Nach der Destillation besitzt Ethanol eine Reinheit von ⁓ 96 Vol.-%. Für bestimmte Anwendungen muss der Restwasseranteil noch weiter entfernt werden.

Wasserfreies Ethanol 
99% Reinheit
PSA-geeignet. 


Molekularsieb Granulat in Petrischale

Was passiert, wenn Destillation nicht reicht? 

Ab einer Ethanol-Konzentration von 96,5 Vol.-% bilden Ethanol und Wasser zusammen ein Azeotrop. Das heißt, beide Stoffe in diesem Gemisch haben den gleichen Siedepunkt wodurch eine Stofftrennung per Destillation nicht weiter möglich ist. 

Wenn Reinheitsgrade von mindestens 99 Vol.-% Ethanol gefordert werden, kommt ein weitere Prozessschritt ins Spiel: 

Adsorption mit Molekularsieben

So funktioniert die Adsorption von Restwasser. 

Große Industrieanlagen nutzen die Druckwechsel-Adsorption (PSA). Das System besteht aus zwei mit Molekularsieb befüllten Adsorptionsbehältern, die im Wechselbetrieb arbeiten.


Adsorption

Das gasförmige, feuchte Ethanol strömt durch den aktiven Behälter. Das Molekularsieb Granulat bindet die Wassermoleküle in seinen Poren (Adsorption), bis der gewünschte Reinheitsgrad erreicht ist. 

Ein kleiner Teil des hochreinen Ethanoldampfs (10–25 %) wird als trockenes Spülgas für die Regeneration abgezweigt. 


Regeneration

Der zuvor aktive und nun feucht beladene Behälter wird durch eine Druckänderung entspannt, wodurch sich die gebundenen Wassermoleküle aus dem Molekularsieb lösen (Desorption). Das abgezweigt Spülgas strömt durch den Behälter und trägt die frei gewordene Feuchtigkeit ab. 

Das Granulat ist regeneriert und kann im nächsten Wechselzyklus wieder für die Adsorption verwendet werden. 

Grafische Darstellung der Funktionsweise einer PSA Adsoptionsanlage z.B. zur Ethanoltrocknung

Das richtige Molekularsieb

Bis auf wenige Ausnahmen sind Molekularsiebe synthetische Zeolithe, deren Oberfläche aus zahlreichen Poren besteht. Diese Poren besitzen exakt groß definierte Porenöffnungen

Damit können nur Moleküle in das Innere der Poren gelangen, die kleiner als die Porenöffnung sind. Alle anderen, größeren Moleküle strömen unberührt am Molekularsieb vorbei. 


Es wird ein Material benötigt, das Wasser binden kann, aber nicht das Ethanol beeinflussst.

Ethanol-Moleküldurchmesser: 4,3 Å
Wasser-Moleküldurchmesser: 2,6 Å

Grafische Darstellung der selektiven Adsorption Wasser aus Ethanol durch Molekularsieb 3A

Das richtige Molekularsieb

Bis auf wenige Ausnahmen sind Molekularsiebe synthetische Zeolithe, deren Oberfläche aus zahlreichen Poren besteht. Diese Poren besitzen exakt groß definierte Porenöffnungen

Damit können nur Moleküle in das Innere der Poren gelangen, die kleiner als die Öffnung sind. Alle anderen, größeren Moleküle strömen unberührt am Molekularsieb vorbei. 

Es wird ein Material benötigt, das Wasser binden kann, aber nicht das Ethanol beeinflusst.

Ethanol-Moleküldurchmesser: 4,3 Å
Wasser-Moleküldurchmesser: 2,6 Å

Grafische Darstellung der selektiven Adsorption von Wasser aus Ethanol mit Molekularsieb 3A

Molekularsieb 3A Granulat in PetrischaleCAGESPHERE® 3A

Molekularsieb Typ 3A


Geeignet zur selektiven Entfernung von Wasser (H₂O)
Adsorbiert kaum andere Moleküle


  • Tatsächliche Porengröße: 3 Å / 0,3 nm
  • Effektive Porengröße: 3,8 Å / 0,38 nm
  • Kationen K+
  • Schüttdichte 0,67kg/l
  • Porenvolumen 0,35-0,70ml/g
  • Bruchfestigkeit >70N
  • Spezifische Oberfläche 500-1000qm/g
  • 575°C Glühverlust <1,5%
  • Abriebrate <0,25%
  • Wasseraufnahmekapazität >210ml/kg
  • Regenerationstemperatur 300°C  

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Warum Typ 4A, 5A & 13X ungeeignet sind: 


Für die Varianten 5A und 13X fällt die Entscheidung schnell aus. Die Porenöffnungen sind mit 5 Å und 10 Å bereits so groß, dass sie nicht nur das störende Wasser adsorbieren würden, sondern auch das Ethanol selbst. 


Bei Zeolithen vom Typ 4A liegt der Teufel schon mehr im Detail. 

In der Theorie unter Optimalbedingungen sind die 4A-Porenöffnungen klar mit 4 Å definiert. In der Praxis wird dagegen zwischen tatsächlicher und effektiver Porengröße unterschieden. 

Die tatsächliche Porengröße bezieht mit ein, dass die Zeolithe im Betrieb durch verschiedenste Faktoren beeinflusst werden und es zu Abweichungen zur Theorie kommt. So ergibt sich für das Molekularsieb 4A eine reelle Porenöffnung von 4,2 Å.

Das ist zwar immer noch zu klein für Ethanol (4,3 Å), der Unterschied ist aber nur noch marginal. Unter Umständen kann es deshalb trotzdem zur Adsorption von Ethanol kommen, was für diese Anwendung einen kritischen Faktor darstellt. 


Somit bietet das Molekularsieb 3A die optimale Lösung zur Ethanoltrocknung. 

Sprechen Sie mit uns über Ihre Anlage. 

Wir unterbreiten Ihnen gerne ein Vergleichsangebot mit dem GIEBEL CAGESPHERE® 3A.

Marco Kolbus

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