Große oder kleine Poren – das ist der Unterschied bei Silica Gel.
Unterschiedliche Poren bedeuten unterschiedliche Adsorptionseigenschaften. Wählen Sie das richtige Silicagel, das zu Ihren Prozessanforderungen passt.

Wie entsteht Silicagel eigentlich?
Am Anfang steht eine Flüssigkeit mit einem komischen Namen: Wasserglas. Das ist eigentlich Sand, der aufgelöst wurde, so ähnlich wie Zucker im Tee. Dazu kommt eine Säure, die dafür sorgt, dass die Flüssigkeit fest wird – wie eine Art Gel.
Dieses Gel wird gewaschen und dann getrocknet. Dabei zieht sich die Masse zusammen und es entstehen im Inneren unzählige winzige Löcher und Gänge. In der Herstellung kann sogar gesteuert werden, wie groß diese Löcher werden sollen. So entstehen Mikro-, Meso- und Makroporen (kleine, mittlere und große Poren). Die entscheiden später, wie gut das Silicagel Wasser aufnehmen kann.
Am Ende unterscheidet man vor allem zwei Sorten: engporiges Silicagel mit vielen kleinen Poren und weitporiges Silicagel mit größeren Poren.
Wie wirkt sich die Porengröße auf die Adsorptions-eigenschaften aus?
Viel Wand auf kleinem Raum
Die Wassermoleküle setzen sich immer an den Wänden der Poren fest. Je kleiner die Löcher sind, desto mehr Wandfläche passt insgesamt hinein. Deshalb hat engporiges Silicagel mit 650 bis 800 Quadratmetern pro Gramm viel mehr Fläche als weitporiges mit 350 bis 500 Quadratmetern pro Gramm.
Mehr Wandfläche heißt: mehr Plätze, an denen sich Wassermoleküle sofort festhalten können. Engporiges Silicagel ist also blitzschnell zur Stelle, aber weil die Poren so klein sind, passt insgesamt weniger Wasser hinein – der Tank ist kleiner.
Weitporiges Silicagel dagegen hat größere Löcher, also mehr Platz für Wasser insgesamt, braucht aber länger, bis es das Wasser binden kann.
Wenn sich Wasser in der Pore versteckt
Es gibt noch einen zweiten Effekt: In sehr kleinen Poren kann sich Wasserdampf schon bei wenig Feuchtigkeit in der Luft in kleine Wassertröpfchen verwandeln. Je enger die Pore, desto früher passiert das.
- Bei engen Poren reicht schon eine Luftfeuchtigkeit von etwa 10 bis 20 Prozent, damit sich Wassertröpfchen bilden. Das Silicagel ist also früh dabei, ist dafür aber auch schnell voll beladen.
- Bei weiten Poren braucht es erst 50 bis 70 Prozent Luftfeuchtigkeit, damit der Effekt eintritt. Dafür kann das Material dann aber auf einen Schlag viel mehr Wasser aufnehmen.
Das passende GIEBEL Silicagel.
PORESPHERE® White
2-4nm Porendurchmesser
Für Umgebungen mit niedriger-moderater Luftfeuchte
Sorgt für konstant niedriges Feuchtigkeitsniveau
PORESPHERE® Indikator-OG / -OF
2-4nm Porendurchmesser
Für Umgebungen mit niedriger-moderater Luftfeuchte
Sorgt für konstant niedriges Feuchtigkeitsniveau
Mit Farbindikator
PORESPHERE® Makro-B
6-12nm Porendurchmesser
Für Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit
Nimmt schnell viel Wasser aus feuchter Luft auf


