CAGESPHERE™ Molekularsiebe adsorbieren Feuchtigkeit & filtern spezifische Gase
Sehr starke Trocknung
Adsorption weiterer Stoffe möglich (selektive Adsorption)
Bei Temperaturen bis 250°C einsetzbar
Bei allen Luftfeuchten einsetzbar
Regenerationsfähig ab 300°C

Molekularsiebe gehören zur Familie der Zeolithe (kristalline Alumosilikate), die hauptsächlich aus Silizium, Aluminium und Sauerstoff bestehen. Ihre besondere Eigenschaft liegt in ihrem dreidimensionalen, kristallinen Gerüst, das eine exakt definierte Porenstruktur bildet. Die dadurch entstehenden Poren haben standardisierte Größen von 3, 4, 5 oder 10 Ångström (Å) und erzeugen ein Netzwerk aus winzigen Hohlräumen und Kanälen. Man kann sie sich wie unzählige mikroskopische Käfige vorstellen, in denen Moleküle durch physikalische Kräfte gezielt zurückgehalten werden können (Van-der-Waals-Kräfte und Sauerstoffbrücken). Die einheitliche Struktur ermöglicht eine sehr große spezifische Oberfläche von bis zu 1250m² pro Gramm Molekularsieb.

Die Arbeitsweise von Molekularsieben beruht auf Adsorption. Moleküle lagern sich durch rein physikalische Vorgänge an der enorm großen inneren Oberfläche innerhalb der Poren an. Besonders Wassermoleküle, die sehr klein sind, werden fast immer vollständig gebunden. Größere Moleküle wie Iso-Paraffine oder Aromaten hingegen können je nach Porengröße ausgeschlossen werden. Dadurch eignen sich Molekularsiebe nicht nur hervorragend als Trockenmittel, sondern auch als hochpräzise Trennmedien in der Petrochemie und Gasaufbereitung.
Es gibt verschiedene Typen von Molekularsieben, die je nach Porengröße für bestimmte Anwendungen eingesetzt werden. Molekularsieb 3A ist speziell auf Wasser ausgelegt und verhindert die Adsorption größerer Moleküle. Molekularsieb 4A gilt als Standardtyp, der sowohl Wasser als auch kleine Moleküle bindet. Molekularsieb 5A ist ideal zur Trennung von linearen Kohlenwasserstoffen geeignet (z.B. zur Trennung von Iso- und n-Paraffinen). Molekularsieb 13X schließlich besitzt besonders große Poren und kann neben Wasser auch CO₂ sowie größere Kohlenwasserstoffe aufnehmen – ein entscheidender Vorteil in der industriellen Gasaufbereitung.
Ein herausstechender Vorteil von Molekularsieben ist ihre sehr hohe Affinität zu Wasser, selbst bei niedriger Luftfeuchtigkeit. Diese wird durch das elektrostatische Feld im Molsieb begünstigt. Sie sind in der Lage, Restfeuchte bis unter 1ppm zuverlässig zu entfernen. Gleichzeitig sind sie regenerierbar: Entweder durch Wärmezufuhr oder über Druckwechselverfahren (PSA), was eine sogenannte kalt regenerierende Trocknung ermöglicht. Dank ihrer hohen mechanischen Stabilität und ihrer langen Lebensdauer sind Molekularsiebe ein wirtschaftlich wie technisch überzeugendes Trockenmittel für zahlreiche Anwendungen.
Die Poren wirken dabei wie ein Mikrosieb: Nur Moleküle, die kleiner oder gleich groß wie der jeweilige Porendurchmesser sind, können in das Gitter eindringen und adsorbiert werden. Größere Moleküle hingegen bleiben außen vor. Dadurch entsteht ein hochselektives Trennprinzip, das weit über die reine Feuchtigkeitsbindung hinausgeht.
Zusätzlich sind in den Poren positiv geladene Kationen eingelagert, die nicht nur die Stabilität des Gerüsts gewährleisten, sondern auch gezielt ausgetauscht werden können. Auf diese Weise lässt sich die Porengröße anpassen – Molekularsiebe können also exakt auf verschiedene Anwendungen wie die Trocknung von Gasen oder die Trennung von Kohlenwasserstoffen zugeschnitten werden.
Auch in technisch getrockneter Luft oder Prozessgasen ist oft noch Restfeuchte enthalten - diese kann Anlagen stören oder die Produktqualität spürbar beeinflussen.
Das Material besteht aus Zeolithen mit exakt definierten Poren (z.B. 3Å, 4Å oder 5Å), die nur Moleküle bis zu einer bestimmten Größe aufnehmen - kleinere werden adsorbiert, größere werden ausgesperrt.
Wassermoleküle sind besonders klein und passen exakt in die Poren, Sie werden selektiv gebunden, andere Bestandteil (z.B. Stickstoff oder Sauerstoff) bleiben unbeeinflusst.
Ob in der Gasreinigung, Sauerstofferzeugung oder Kunststoffgranulattrocknung - Molekularsiebe bieten höchste Effizient und lassen sich nachhaltig mehrfach regenerieren.
Warum sind CAGESPHERE™ Molekularsiebe das ideale Trockenmittel?
Selektive Absorption durch definierte Poren
CAGESPHERE™ Molekularsiebe bestehen aus kristallinen Aluminosilikaten (Zeolithen) mit exakt definierter Porengröße – zum Beispiel 3Å, 4Å, 5Å oder 10Å. Dadurch adsorbieren sie gezielt nur Moleküle, die kleiner sind als ihre Poren. Wassermoleküle passen perfekt in dieses Raster und werden hoch effizient gebunden, während andere Moleküle unbeeinträchtigt bleiben.
Extrem niedrige Restfeuchte
Dank ihrer starken Affinität zu kleinen Molekülen wie Wasser erreichen Molekularsiebe eine Restluftfeuchte unter 1 % relative Luftfeuchte – deutlich trockener als mit vielen herkömmlichen Trockenmitteln. Ideal für technische Anwendungen, bei denen selbst minimale Feuchtigkeit problematisch ist.
Regenerierbar und langlebig
Die Adsorption erfolgt rein physikalisch und ist vollständig reversibel. Durch kontrolliertes Erhitzen (je nach Typ 200–300 °C) kann die Feuchtigkeit wieder ausgetrieben und das Molekularsieb regeneriert werden – für viele Zyklen einsetzbar und damit besonders wirtschaftlich.
Chemisch beständig und temperaturstabil
CAGESPHERE™ Molekularsiebe sind gegen viele Chemikalien, Lösungsmittel und hohe Temperaturen resistent. Sie eignen sich daher für industrielle Prozesse, Labore und Gasaufbereitungen, bei denen andere Trockenmittel an ihre Grenzen stoßen würden.
Wo werden CAGESPHERE™ Molekularsiebe eingesetzt?
Beispiele:
Kunsstoffgranulat-
Trocknung
CAGESPHERE™ Molekularsiebe entziehen dem Kunststoffgranulat in Trocknungsanlagen selbst geringste Feuchterückstände, bevor es weiterverarbeitet wird.
Das verhindert Lufteinschlüsse, Risse und Maßabweichungen bei Spritzguss oder Extrusion – für gleichbleibend hohe Produktqualität.
Vermeidet Lufteinschlüsse, Spannungsrisse und Maßfehler
Sichert gleichmäßige Schmelzviskosität und Verarbeitung
Reduziert Ausschussquoten und Nacharbeit
Ideal für Spitzguss und Extrusion
Sauerstoff-
aufbereitung
In PSA-Anlagen (Pressure Swing Adsorption) werden unsere Molekularsiebe eingesetzt, um Stickstoff aus der Umgebungsluft zu entfernen.
Übrig bleibt hochreiner Sauerstoff, der z. B. in der Medizintechnik oder Industrie eingesetzt wird – zuverlässig, effizient und ohne chemische Zusätze.
Hohe Sauerstoffausbeute bei niedrigen Betriebskosten
Adsorbiert gleichzeitig Stickstoff und Feuchtigkeit
Kompakte, wartungsarme Lösung ohne Chemikalien
Konstante Reinheit bis über 90% O2 möglich
Labore
.
Unsere CAGESPHERE™ Molekularsiebe werden in der Laboranalytik verwendet, um Lösungsmittel oder Gase trocken und rein zu halten.
Ihre präzise Adsorption sichert reproduzierbare Messergebnisse, schützt empfindliche Geräte und verhindert unerwünschte Reaktionen.
Sichert präzise, reproduzierbare Messergebnisse
Schutz vor unkontrollierten Nebenreaktionen
Einfache Regeneration und Wiederverwendbarkeit
Kompatibel mit typischen Laborgefäßen und Gassystemen
Raffinerien
.
In Raffinerien werden GIEBEL Molekularsiebe zur Trocknung und Reinigung von Prozessgasen eingesetzt – etwa bei der Entfeuchtung von Erdgas oder dem Entfernen von CO₂.
Sie sorgen für reibungslose Abläufe und schützen katalytische Systeme vor Feuchtigkeit und Verunreinigungen.
Adsorbiert gezielt Wasser, CO2 und andere Verunreinigungen
Erhöht Prozesssicherheit und Anlageneffizienz
Verlängert Standzeit empfindlicher Katalysatoren
Unverzichtbar für Downstream-Prozesse in der Petrochemie
CAGESPHERE™ Typ A und Typ X - Wo ist der Unterschied?
Typ A und Typ X unterscheiden sich in erster Linie durch ihre Kristallstruktur, die sich auf die jeweilige Porengröße und somit das Adsorptionsverhalten auswirken. Molekularsiebe vom Typ A (z. B. 3A, 4A, 5A) besitzen kleinere, gezielt einstellbare Poren und eignen sich ideal zur selektiven Adsorption kleiner Moleküle wie Wasser oder CO₂. Der Typ X dagegen verfügt über eine offenere Kristallstruktur mit größeren Poren (~10 Å) und wird eingesetzt, wenn auch größere Moleküle wie organische Verbindungen oder Stickstoff effizient entfernt werden sollen. Damit decken Typ X-Siebe ein breiteres Spektrum anspruchsvoller Anwendungen ab.
CAGESPHERE™ Typ A
Natrium-Aluminium-Silikat
Einfache Kristallstruktur (Linde Type A)
Kleinere Poren
Gezielte Einstellung je nach Anwendung
CAGESPHERE™ Typ X
Natrium-Aluminium-Silikat
Komplexere Kristallstruktur (Faujasit-Struktur)
Größere Poren
Breites Spektrum - auch für größere Moleküle
Körnungen - Welche ist wann geeignet?
Die Korngröße von Adsorbentien wie Molekularsieben spielt eine entscheidende Rolle für ihre Leistungsfähigkeit. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Körnung, desto größer ist die spezifische Oberfläche pro Volumen. Dadurch erfolgt die Adsorption deutlich schneller, da die Moleküle rasch in Kontakt mit der inneren Oberfläche treten. Allerdings steigt bei feinen Körnungen gleichzeitig auch der Druckverlust im Gasstrom. Gröbere Körnungen hingegen bieten eine langsamere Adsorptionskinetik, sind dafür mechanisch stabiler und sorgen für einen geringeren Druckabfall in der Strömung.
Feinere Körnung: 1,6 – 2,5mm
Adsorbentien mit einer Korngröße von 1,6 – 2,5mm zeichnen sich durch eine besonders schnelle Kinetik aus. Das bedeutet, Wasser oder andere Gasmoleküle werden sehr rasch aufgenommen, da die Diffusionswege ins Innere des Molekularsiebs kurz sind. Dadurch sind sie ideal für Anwendungen mit kurzen Kontaktzeiten geeignet.
Vor allem in kleinen Labor- oder Spezialanlagen, wo Geschwindigkeit wichtiger ist als ein geringer Druckverlust, spielt diese Körnung ihre Vorteile aus. Typische Einsatzbereiche sind Laboranwendungen, kleine Adsorber, Spezialtrennungen sowie Prozesse mit schnellen Zykluszeiten, etwa in PSA-Anlagen.
Der Nachteil liegt in einem höheren Druckabfall bei der Durchströmung und einer geringeren mechanischen Stabilität, die Abrieb und Staubbildung begünstigen kann.
Schnelle Adsorption
Höherer Druckverlust
Geringere mechanische Stabilität
Gröbere Körnung: 3,0 – 5,0mm
Im industriellen Maßstab wird häufig eine gröbere Körnung von 3 – 5mm eingesetzt. Der entscheidende Vorteil liegt in einem deutlich geringeren Druckverlust, was gerade bei großen Gasströmen wichtig ist. Gleichzeitig sind diese Partikel mechanisch besonders stabil und besitzen eine lange Lebensdauer.
Auch die Durchströmung in großen Adsorberbetten erfolgt gleichmäßiger, was die Prozesssicherheit erhöht.
Dafür läuft die Adsorption langsamer ab, sodass längere Kontaktzeiten erforderlich sind. Anwendungen finden sich vor allem in Großanlagen der Petrochemie und Raffinerie, in der Biogasaufbereitung, bei der Entfeuchtung von Erdgas sowie in der industriellen Drucklufttrocknung.
Langsamere Adsorption
Geringer Druckverlust
Gleichmäßige Durchströmung
Hohe mechanische Stabilität
Was muss ich über die Regeneration von Molekularsieben wissen?

Molekularsiebe gehören zu den leistungsfähigsten Adsorbentien in der industriellen Gas- und Flüssigkeitsaufbereitung. Sie binden Wasser und andere Moleküle nicht chemisch, sondern physikalisch durch van-der-Waals-Kräfte und Sauerstoffbrücken an ihrer inneren Oberfläche. Da zusätzlich Kationen lokal sehr starke elektrostatische Felder erzeugen sind diese Bindung deutlich stärker als bei klassischen Trockenmitteln wie bspw. Silicagel. Das sorgt einerseits für eine extrem zuverlässige Trocknung bis in den ppm-Bereich, andererseits aber auch für eine aufwendigere Regeneration.
Damit ein Molekularsieb nach der Beladung wieder einsatzbereit ist, muss das gebundene Wasser aus den Poren entfernt werden. Dies geschieht durch Temperaturänderung, Druckabsenkung oder eine Kombination beider Verfahren.
Molekularsiebe zeichnen sich durch ihre außergewöhnlich hohe Affinität zu Wasser und ihre nahezu unbegrenzte Regenerierbarkeit aus. Je nach Anwendung können sie sowohl thermisch bei hohen Temperaturen als auch kalt durch Druckwechsel regeneriert werden. Während die thermische Regeneration eine vollständige und zuverlässige Rückgewinnung ermöglicht, punktet PSA vor allem mit Energieeffizienz und Geschwindigkeit. In besonders anspruchsvollen Prozessen sind kombinierte Verfahren wie VPSA oder TVSA die optimale Lösung. So bieten Molekularsiebe maximale Flexibilität und Wirtschaftlichkeit in der industriellen Gasaufbereitung.
Welche CAGESPHERE™ Molekularsiebe absorbieren welche Moleküle?
ein Detailüberblick zur Selektivität von Molsieb 3A, 4A, 5A und 13X.
| Kritischer Moleküldurchmesser | 3A | 4A | 5A | 13X |
He | 2,0 | X | X | X | X |
Ne | 3,2 | | X | X | X |
Ar | 3,8 | | X | X | X |
Kr | 3,9 | | X | X | X |
Xe | 4,7 | | | X | X |
H2 | 2,4 | X | X | X | X |
O2 | 2,9 | | X | X | X |
N2 | 3,0 | | X | X | X |
H2O | 2,6 | X | X | X | X |
CO | 3,2 | | X | X | X |
CO2 | 2,8 | (X) | X | X | X |
NH3 | 3,8 | (X) | X | X | X |
H2S | 3,6 | (X) | X | X | X |
CH3OH | 4,4 | (X) | X | X | X |
CH4 | 4,0 | | X | X | X |
C2H2 | 3,0 | | X | X | X |
C2H4 | 4,3 | | X | X | X |
C3H6 | 5,0 | | X | X | X |
C2H6 | 4,4 | | X | X | X |
C2H5OH | 4,4 | (X) | X | X | X |
SO2 | 4,3 | | X | X | X |
C2H6 | 4,4 | | X | X | X |
C2H3OH | 4,4 | | X | X | X |
C3H8 + höhere Paraffine | 4,9 | | | X | X |
CF4 | 5,3 | | | | X |
C2F6 | 5,3 | | | | X |
C3H10 + höhere i-Paraffine | 5,6 | | | | X |
C6H6 | 6,7 | | | | X |
C7H8 | 6,7 | | | | X |
SF6 | 6,7 | | | | X |
CCl4 | 6,9 | | | | X |
C(CH3)4 | 6,9 | | | | X |
C2Cl6 | 6,9 | | | | X |
Cl2 | 8,2 | | | | X |
iC4 und höhere | 5,6 | | | | X |
i-Paraffine | | | | | |
Benzol | 6,7 | | | | X |
Toluol | 6,7 | | | | X |
(X) = teilweise
CAGESPHERE™ Molekularsiebe im Vergleich.
CAGESPHERE™ 3A
Entfernung von Wasser
Zur Trocknung polarer Lösungsmittel geeignet
- Kationen K+
- Tatsächliche Porengröße 0,30nm
- Effektive Porengröße 0,38nm
- Schüttdichte 0,67kg/l
- Porenvolumen 0,35-0,70ml/g
- Bruchfestigkeit >70N
- Spezifische Oberfläche 500-1000qm/g
- 575°C Glühverlust <1,5%
- Abriebrate <0,25%
- Wasseraufnahmekapazität >210ml/kg
- Regenerationstemperatur 300°C
CAGESPHERE™ 4A
Entfernung von Wasser und KohlendioxidZur Trocknung apolarer Lösungsmittel und Gase geeignet
- Kationen Na+
- Tatsächliche Porengröße 0,42nm
- Effektive Porengröße 0,42nm
- Schüttdichte 0,67kg/l
- Porenvolumen 0,35-0,70ml/g
- Bruchfestigkeit >80N
- Spezifische Oberfläche 500-1000qm/g
- 575°C Glühverlust <1,5%
- Abriebrate <0,25%
- Wasseraufnahmekapazität >230ml/kg
- Regenerationstemperatur 300°C
CAGESPHERE™ 5A
Entfernung von Wasser und Kohlendioxid
Zur Adsorption normaler (linearer) Kohlenwasserstoffe bis n-C4H10, Alkohole bis C4H9OH und Mercaptane bis C4H9SH geeignet
- Kationen Ca+
- Tatsächliche Porengröße 0,50nm
- Effektive Porengröße 0,50nm
- Schüttdichte 0,67kg/l
- Porenvolumen 0,35-0,70ml/g
- Bruchfestigkeit >80N
- Spezifische Oberfläche 500-1000qm/g
- 575°C Glühverlust <1,5%
- Abriebrate <0,25%
- Wasseraufnahmekapazität >230ml/kg
- Regenerationstemperatur 300°C
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CAGESPHERE™ 13X
Entfernung von Wasser und Kohlendioxid
Trocknung und Entschwefelung von Erdgas, Flüssiggas und flüssigen Kohlenwasserstoffen
Zur Trocknung von HMPT geeignet
- Kationen Na+
- Tatsächliche Porengröße 0,75nm
- Effektive Porengröße 0,90.1,00nm
- Schüttdichte 0,60kg/l
- Porenvolumen 0,35-0,70ml/g
- Bruchfestigkeit >60N
- Spezifische Oberfläche 650-1250qm/g
- 575°C Glühverlust <2,0%
- Abriebrate <0,25%
- Wasseraufnahmekapazität >210ml/kg
- Regenerationstemperatur 300°C
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Merkmale kommerzieller Zeolithe.
Zeolith Typ
|
Zeolith Typ
|
Nominaler Poren Durchmesser (Å)
|
3A | K | 3 |
4A | Na | 3,9 |
5A | Ca | 4,3 |
13X | Na | 8 |
Y | K | 8 |
Mordenite
| Na | 7 |
ZSM-5
| Na | 6 |
Silicalite
| 6 |
Downloads.
Molekularsieb | Technisches Datenblatt (TDB) und Sicherheitsdatenblatt (SDB) |
CAGESPHERE™ Molekularsieb 3A 1,6 - 2,5mm und 3,0 - 5,0mm | DOWNLOAD |
CAGESPHERE™ Molekularsieb 4A | |
CAGESPHERE™ Molekularsieb 5A | |
CAGESPHERE™ Molekularsieb 13X |
FAQ zu CAGESPHERE™ Molekularsiebe.
Eigenschaften
Ein Molekularsieb ist ein hochporöses, synthetisch hergestelltes Adsorptionsmittel – meist aus Zeolith – das gezielt Moleküle aufgrund ihrer Größe und Polarität aus Gas- oder Flüssigkeitsgemischen herausfiltern kann. Die besondere Eigenschaft von Molekularsieben ist ihre definierte Porengröße, typischerweise zwischen 3 und 10 Ångström (Å), was etwa 0,3 bis 1 Nanometer entspricht. Dadurch wirken sie wie ein mikroskopisches Sieb, das nur bestimmte Moleküle in seine Poren aufnehmen kann, während größere Moleküle ausgeschlossen werden.
Die Wasseraufnahme von Molekularsieben hängt vom jeweiligen Typ, der Korngröße und den Umgebungsbedingungen ab. Unsere Produkte können bis zu 24% ihres Eigengewichts an Wasser in einer vollständig gesättigten Umgebung adsorbieren. Das bedeutet: 1kg Molekularsieb kann je nach Einsatzbedingungen bis zu 240g Wasserdampf binden.
Besonders leistungsfähig sind die Typen 3A, 4A und 13X, die gezielt für die Adsorption von Wassermolekülen entwickelt wurden. Während Typ 3A vor allem für Feuchteentzug in Anwesenheit anderer Gase genutzt wird (z.B. zur Trocknung von ungesättigten Kohlenwasserstoffen), zeichnet sich Typ 4A durch eine hohe Adsorptionskapazität bei Wasserdampf in der Luft oder bei technischen Gasen aus. Die tatsächliche Wasseraufnahme hängt dabei von der relativen Luftfeuchtigkeit, der Temperatur, dem Druck und der Zyklusdauer im Betrieb ab.
Die Molekularsieb-Typen 3A, 4A, 5A und 13X unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Porengröße und damit durch die Selektivität für bestimmte Moleküle, die sie adsorbieren können. Typ 3A besitzt die kleinste Porenstruktur (ca. 3 Ångström) und adsorbiert ausschließlich Wassermoleküle – ideal zur Feuchtigkeitsentfernung, ohne andere Substanzen wie Ethylen zu beeinflussen. Molekularsieb 4A (ca. 4 Å) ist universeller einsetzbar und bindet neben Wasser auch kleinere Moleküle wie Ammoniak, CO₂ oder Methanol. Es eignet sich besonders gut zur Luft- und Gastrocknung. Typ 5A (ca. 5 Å) kann zusätzlich n-Alkane und lineare Kohlenwasserstoffe aufnehmen, was ihn ideal für Molekültrennungen und Anwendungen wie die Erdgas- oder Wasserstoffaufbereitung macht. Molekularsieb 13X hat mit ca. 10 Å die größten Poren und kann auch größere Moleküle wie Aromaten, Schwefelverbindungen oder CO₂ adsorbieren. Es bietet die höchste Adsorptionskapazität und wird häufig in der Luftreinigung und Biogasaufbereitung eingesetzt.
Die Wahl des richtigen Molekularsiebs hängt letztendlich von der gewünschten Zielsubstanz, den Betriebsbedingungen und dem Anwendungszweck ab. Während Typ 3A optimal für reine Feuchtigkeitsentfernung ist, bieten Typ 5A und 13X weitergehende Möglichkeiten zur selektiven Molekültrennung und Gasaufbereitung. Für eine detaillierte Übersicht haben wir eine separate Tabelle für Sie bereitgestellt:
Nein, unsere Molekularsiebe haben im Gegensatz zum Silicagel keinen Farbindikator.
Molekularsiebe lassen sich vollständig regenerieren, nachdem sie mit Feuchtigkeit oder anderen adsorbierten Molekülen gesättigt wurden. Das ist einer ihrer größten Vorteile gegenüber anderen Trockenmitteln wie Silikagel oder Aktivkohle. Die Regeneration erfolgt durch Wärmezufuhr (thermische Regeneration).
Hierbei wird das Molekularsieb auf 300°C erhitzt, um die adsorbierten Moleküle – meist Wasserdampf – aus dem Porensystem zu lösen. Dieser Prozess ist vollständig reversibel, da Molekularsiebe eine sehr stabile kristalline Struktur besitzen und ihre Adsorptionsfähigkeit auch über viele Zyklen hinweg erhalten bleibt. Da die Bindungskräfte in der Kristallstruktur so stark sind, dass Wassermoleküle erst bei diesen Temperaturen freigegeben werden, entfällt jedoch die Möglichkeit zur sogenannten Eigenregeneration. Das bedeutet, dass ein Freispülen des gebundenen Wassers mit der getrockneten Zuluft im Zuge der zyklischen Atmung einer Anlage oder eines Behälters ohne Zufuhr von Wärme effektiv nicht möglich ist.
Die Porengröße der verschiedenen Typen von Molekularsieben entscheidet darüber, welche Moleküle in das Sieb eindringen und adsorbiert werden können – ein Prinzip, das als molekulare Siebwirkung bekannt ist. Je kleiner die Poren, desto selektiver die Adsorption; je größer die Poren, desto mehr Moleküle können aufgenommen werden. So lassen sich Molekularsiebe präzise auf die jeweilige Anwendung zuschneiden – ob zur reinen Lufttrocknung, zur Gasreinigung oder zur selektiven Molekültrennung.
Ja, unsere Molekularsiebe können gezielt bestimmte Gase wie CO₂, H₂S oder NH₃ selektiv adsorbieren, abhängig vom gewählten Siebtyp und den Prozessbedingungen. Die selektive Gasfiltration ist eine der größten Stärken von Molekularsieben – sie basiert auf präzise definierter Porengröße, Molekülstruktur und Polarität. Stark polare oder leicht polarisierbare Gase wie Kohlenstoffdioxid (CO₂), Schwefelwasserstoff (H₂S) und Ammoniak (NH₃) haben dabei eine hohe Affinität zur Zeolithstruktur der Molekularsiebe und werden besonders effizient gebunden.
Somit sind Molekularsiebe bei der Filterung von bestimmten Gasen durch ihre hohe Selektivität äußerst effizient, beruhen auf physikalischer Adsorbtionsprinzipien ohne chemische Reaktionen und bieten die Möglichkeit zur Wiederverwendung durch Regeneration. Zudem sind sie besonders gut geeignet für den Dauerbetrieb in Industrieanlagen.
Molekularsiebe sind extrem hygroskopisch – das heißt, sie ziehen Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft an. Um ihre Adsorptionsfähigkeit zu erhalten, ist eine sachgerechte Lagerung unerlässlich. Bereits geringe Mengen an Luftfeuchtigkeit können die Poren der Siebe ungewollt belegen und damit ihre Wirkung beeinträchtigen oder vollständig blockieren: Trocken lagern, Verpackung beachten, Temperaturkontrolle und Lagerortbedingungen beachten.
Sollte es dennoch zu ungewolltem Feuchtigkeitseintrag kommen, können Molekularsiebe durch thermische Regeneration wieder vollständig aktiviert werden.
Einsatzgebiet
Der Einsatz von Molekularsieben zur Lufttrocknung bietet gegenüber herkömmlichen Trocknungsmethoden wie Kälte- oder Adsorptionstrocknern mit Silicagel entscheidende Vorteile in Effizienz, Zuverlässigkeit und Trocknungsleistung. Sie besitzen durch einen Porendurchmesser von nur 0,4nm eine hohe innere Oberfläche von bis zu 1000m². Molekularsiebe – auch als Zeolithe bekannt – sind synthetisch hergestellte Aluminosilikate mit einer hochporösen, kristallinen Struktur, die gezielt für die Adsorption von Wassermolekülen ausgelegt ist.
Vorteile bei der Lufttrocknung:
- Extrem niedrige Restfeuchte
- Selektive Adsorption
- Regenerierbarkeit & lange Lebensdauer
- Chemische Stabilität & hohe Adsorptionskapazität
- Energieeffizienz in automatisierten Systemen
Wer dauerhaft zuverlässige, tief getrocknete Luft benötigt – insbesondere bei anspruchsvollen industriellen Anwendungen – profitiert mit Molekularsieben von einer leistungsstarken, wartungsarmen und nachhaltigen Lösung. Die Investition in Molekularsiebe zahlt sich durch Prozesssicherheit, Produktqualität und Energieeinsparungen langfristig aus.
Nein, Molekularsiebe belasten Ihre Anlage in der Regel nicht – im Gegenteil, sie tragen aktiv zum Schutz und zur Langlebigkeit Ihrer Anlage bei. Bei sachgemäßer Anwendung und Integration in das bestehende System wirken Molekularsiebe als effektives Mittel zur Entfeuchtung und Gasreinigung, ohne mechanische oder chemische Belastung zu verursachen.
Molekularsiebe sind rein physikalisch wirkende Adsorptionsmittel. Sie arbeiten ohne mechanische Beanspruchung oder externe Energiezufuhr (außer bei der Regeneration) und belasten daher weder Leitungen noch Aggregate oder Komponenten der Anlage. Wenn sie korrekt ausgelegt und eingebaut sind – z. B. in Trockenpatronen oder Adsorberbehältern – ist der Druckverlust minimal. Die Durchströmung erfolgt ohne nennenswerte Erhöhung des Energieaufwands. Molekularsiebe reagieren nicht mit Metallen, Kunststoffen oder Dichtungen, wodurch Korrosion oder chemische Zersetzung im System ausgeschlossen sind. Zudem geben sie keine Schadstoffe an die Prozessmedien ab.
Durch die Entfernung von Feuchtigkeit und Verunreinigungen tragen Molekularsiebe maßgeblich dazu bei, dass Korrosion, Vereisung, Alterung oder Biofouling in Leitungen, Ventilen oder Sensoren vermieden werden – besonders wichtig in Druckluft-, Gas- und Hydrauliksystemen. Molekularsiebe sind sichere, passive und effiziente Komponenten, die Ihre Anlage nicht belasten, sondern aktiv schützen.
Ja, Molekularsiebe sind auch bei geringer Luftfeuchtigkeit äußerst effektiv einsetzbar. Anders als viele andere Trocknungsmittel behalten Molekularsiebe ihre hohe Adsorptionsleistung selbst dann bei, wenn der Feuchtigkeitsanteil in der Umgebungsluft oder im Gasstrom bereits sehr niedrig ist.
Dank ihrer speziellen Kristallstruktur – insbesondere bei Typen wie 3A oder 4A – können sie selbst kleinste Mengen an Wasserdampf selektiv adsorbieren. Das macht sie ideal für Anwendungen mit extrem niedrigen Taupunktanforderungen bis -80°C, etwa in der Halbleiterfertigung, Medizintechnik oder Gasaufbereitung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Trocknungsmitteln behalten Molekularsiebe auch bei relativer Feuchte unter 10% ihre volle Adsorptionsleistung. Dadurch sorgen sie zuverlässig für trockene Prozesse, schützen empfindliche Komponenten und erhöhen die Betriebssicherheit – selbst wenn nur minimale Feuchtigkeitsmengen entfernt werden müssen.
Molekularsiebe sind somit besonders für anspruchsvolle Trocknungsprozesse bei geringer Luftfeuchtigkeit geeignet. Sie bieten stabile Adsorptionsleistung, wo andere Trockenmittel nicht mehr ausreichen – ideal für alle Anwendungen, bei denen selbst geringste Feuchtemengen zu Problemen führen können.
Der Wirkungsgrad von Molekularsieben sinkt mit steigender Temperatur, da die Adsorption von Wassermolekülen ein exothermer Prozess ist – das bedeutet: Je höher die Temperatur, desto geringer die Aufnahmefähigkeit. Dennoch behalten Molekularsiebe ihre Funktionsfähigkeit auch bei höheren Temperaturen und bieten im Vergleich zu anderen Trockenmitteln wie Silicagel oder Aktivkohle eine stabilere Leistung über einen größeren Temperaturbereich.
Typischerweise liegt die optimale Arbeits-Temperatur für die Adsorption zwischen 20°C und 40°C. Bei Temperaturen von ca. 80°C ist die Wasseraufnahme noch gut möglich, jedoch reduziert – der Wirkungsgrad sinkt, weil die thermische Bewegung der Moleküle zunimmt und so die Bindungskräfte im Sieb geschwächt werden. Für Anwendungen bei hohen Temperaturen sind sie besonders dann geeignet, wenn Temperaturspitzen nur kurzzeitig auftreten oder wenn der Zyklus gezielt auf Adsorption bei niedriger und Regeneration bei hoher Temperaturausgelegt ist.
Wird die Temperatur weiter erhöht (z.B. auf 150–300°C), beginnt der gegenteilige Prozess: die thermische Regeneration. In diesem Bereich wird die zuvor aufgenommene Feuchtigkeit wieder freigesetzt – ein gewünschter Effekt bei zyklisch betriebenen Systemen.
Molekularsiebe werden branchenübergreifend eingesetzt - überall dort, wo nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch unerwünschte Gase und organische Verbindungen kontrolliert entfernt werden müssen. Ihre hohe Adsorptionsleistung, Selektivität und chemische Stabilität machen sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil in zahlreichen industriellen Anwendungen. Sie tragen entscheidend zur Produktsicherheit, Prozessstabilität und Energieeffizienz bei. Dabei werden unsere Produkte vor allem für folgende Branchen eingesetzt:
Öl- und Gasaufbereitung, Wasseraufbereitung, Kunststoffgranulattrocknung, Erd- und Biogasindustrie, Museen, Labore und Isolierglas.
Sichere Nutzung
Ja, Molekularsiebe gelten im Allgemeinen als sicher und ungiftig im Umgang, solange sie sachgemäß gehandhabt werden. Sie bestehen meist aus Zeolithen – natürlichen oder synthetisch hergestellten Aluminosilikaten – die chemisch inert, nicht brennbar und umweltverträglich sind. Molekularsiebe setzen keine schädlichen Stoffe frei und reagieren nicht mit anderen Materialien unter normalen Einsatzbedingungen. Trotzdem empfiehlt sich, wie bei jedem pulverförmigen Industrieprodukt, der Einsatz von Handschuhen und Atemschutz bei der Handhabung großer Mengen oder loser Füllungen
Ihre chemische Stabilität und Umweltverträglichkeit machen Molekularsiebe zu einem verlässlichen und sauberen Adsorptionsmittel in unterschiedlichsten Branchen.
Das kommt ganz darauf an. Die Entsorgung von Molekularsieben ist grundsätzlich unkompliziert, hängt jedoch vom jeweiligen Einsatz und der Art der Beladung ab. Frisch, unbenutzte oder ausschließlich mit Wasserdampf beladene Molekularsiebe gelten in der Regel als nicht gefährlicher Abfall und können – je nach lokaler Vorschrift – dem Haus- oder Gewerbeabfall bzw. einer thermischen Verwertung zugeführt werden.
Verbrauchte Molekularsiebe mit Fremdstoffen (z.B. Öle, Lösemittel, Gase) können dagegen als kontaminierter Abfall gelten und müssen gemäß den geltenden Abfallrichtlinien (z.B. AVV in der EU) entsorgt werden. In solchen Fällen ist eine Analyse der Beladung und ggf. Einstufung als Sonderabfall erforderlich. Beachten Sie dabei immer das mitgelieferte Sicherheitsdatenblatt (SDB) des Produkts.
Als Alternative können Molekularsiebe thermisch regeneriert werden, sodass eine Wiederverwendung anstelle der Entsorgung möglich ist – ökologisch wie wirtschaftlich oft die bessere Option.
Verpackungseinheiten
Unsere Molekularsiebe sind in verschiedenen Verpackungseinheiten erhältlich. Diese sind in der Regel:
- 250g, 500g
- 1kg, 3,5kg, 25kg, 140kg